Workshop Terlusollogie
Im Zusammenhang mit den Atemtypenkursen werden immer wieder viele Fragen an mich herangetragen, die ich hier einmal beantworten möchte. Zunächst einmal richtet sich der Kurs nicht ausschließlich an Sänger. Tatsächlich wird im Kurs gar nicht gesungen. Die Idee der Atemtypen hift jedem in seinem Alltag, im Umgang mit anderen Menschen und im Beruf. Im Kurs wechseln sich theoretische und praktische Teile ab. Im praktischen Teil werden gymnastische Übungen in Verbindung mit der Atmung erlernt. Diese Übungen haben ganz unterschiedliche individuelle Wirkungen. Dem einen bringen sie einen immensen Energieschub, bei anderen können Verspannungen verschwinden oder sogar langjährige körperliche Probleme gemildert  - in seltenen Fällen auch spontan gelöst - werden, wieder anderen bringen sie einfach pure Freude, sehr wenige können damit gar nichts anfangen. Die Übungen ersetzen keinen Arzt und keinen Therapeuten, aber sie können Therapien unterstützen. Wichtiger als die Übungen sind aber tatsächlich für viele Teilnehmer meiner bisherigen Kurse die theoretischen Aspekte der Atemtypen. Diese beziehen sich grob auf: Haltung, Ernährung, Denkweise, Tagesrhythmus, Umgang mit anderen Menschen, Pädagogik, Kindererziehung, Wahrnehmung, Wärme- und Kältebedürfnis, Kleidung und noch einiges mehr. Nicht für jeden sind alle Aspekte gleich wichtig, aber für jeden gibt es immer wieder "Aha- Effekte". Eine Teilnehmerin, die als einzige Solare in einer lunaren Familie aufgewachsen ist, sprach einmal am zweiten Kurstag von "einem ganzen Schloss voller Kronleuchter", die ihr aufgegangen seien. Viele sind glücklich, dass sie endlich bestätigt bekommen, dass sie "richtig" sind, so wie sie sind. Hier fallen besonders häufig die Sänger auf, die das Empfinden haben, endlich so atmen und singen dürfen, wie sie das am Anfang ihrer Ausbildung oder ihres Singens im Chor ganz natürlich getan haben. Oftmals mussten sie sich zu gegenläufigen Anweisungen regelrecht zwingen und hatten das Gefühl des "Nichtgenügens". Was für mich immer schon der wichtigste Aspekt im Zusammenhang mit den Atemtypen war, ist die Erkenntnis von echter Toleranz anderen Menschen gegenüber. Natürlich halten wir uns alle für tolerant, aber wenn wir ehrlich sind, nehmen wir uns selbst allzu oft als Maß aller Dinge. Nicht im Großen, aber im Kleinen und durchaus auch immer in positiver Absicht. Was mir gut tut, muss doch dem anderen auch gut tun. Z.B. ein wärmender Schal im Winter oder ein heißer Tee bei einer Erkältung. Aber tatächlich verhält es sich nicht immer so und viele Studien, die mal dieses, mal jenes favorisieren, werden durch die Atemtypen plausibel, denn beides stimmt, nur nicht für jeden. Auch regelrechte Verständigungsschwierigkeiten, gerade in Partnerschaften - manchmal könnte man ja meinen, man spricht verschiedene Sprachen - bekommen neue Lösungsansätze. Weil ich diese positiven Aspekte bei mir selbst, bei meiner Familie und bei meinen Schülern erlebt habe, möchte ich dies gerne möglichst vielen Menschen weitergeben. Besonders allen Menschen, die mit Kindern arbeiten, lege ich die Kenntnis der Atemtypen ans Herz.
Letzte Änderung: 03.05.2018
 © Kirsten Schierbaum
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